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...ein zentrales Thema meines Werks ist die Auffassung, dass wir nicht unbedingt dazu verdammt sind, wegen des Schreckens, den wir als Kind erlebt haben, ein Leben der Angst und der Neurosen zu führen. Die Hälfte unserer Leserpost kommt von jungen Menschen, von denen einige Missbraucht worden sind. Sie sind bereit, mir davon zu erzählen, ohne meinen Hintergrund zu kennen, weil sie meinen Romanen instinktiv entnehmen können, dass ich ähnliche Erfahrungen gemacht habe. Ich bekomme Briefe von Erwachsenen, die eine schreckliche Kindheit gehabt haben und sie über andere lese, die diesen Missbrauch überlebt haben und trotzdem zu glücklichen Menschen herangewachsen sind. Ich sage ihnen immer wieder, dass sie der Person, die sie missbraucht hat, den Sieg überlassen, wenn sie sich der Verzweiflung hingeben; es ist nicht einfach, aber man muss darüber hinauswachsen, dieser Person die Schuld zu geben, eine schlechte Meinung von sich selbst zu haben. Man muss lernen, sich der Welt zu öffnen, und weitermachen. Es wäre das Schlimmste für mich, würde ich zulassen, dass meine Kindheit den Rest meines Lebens befleckt - denn damit würde ich meine Vater gewinnen lassen... |
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...Seit ein paar Jahren wird mein Werk wohl als das angesehen, was es ist, also etwas Eigenständiges, und immer seltener als "Horror" bezeichnet. Verstehen sie mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Horror, ich lese gut geschriebene Horrorromane wirklich sehr gern. Aber ich schreibe einfach keine mehr. Seit "Brandzeichen" weisen meine Bücher immer einen gewissen Humor auf. Mit wenigen Ausnahmen war Horror immer humorlos, schwer und finster im Ton. Wenn ein Kritiker sagt, er hätte ständig laut gelacht, während er mein Buch las - und zwar dort, wo er lachen sollte! - begreift er also allmählich, dass dieses Buch nicht das ist, wofür er es anfangs gehalten hat... |
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...Ein Freund von mir muss bereit sein, sich mit mir lange, faule Tage in grossen Industriewaschmaschinen schleudern zu lassen. Ein Freund von mir muss bereit sein, Risiken einzu-
gehen - zum Beispiel, auf einem Schiessstand den Pantomimen zu machen, mit Stachelschweinen Volleyball zu spielen, in den Irak zu fahren, um Saddam Hussein persönlich
über die körperliche Attraktivität und moralische Festigkeit seiner Mutter zu befragen... |
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...Der Dienstag war ein typischer Tag für Kalifornien, voller Sonnenschein und Verheissungen, bis Harry Lyon beim Mittagessen jemanden erschiessen musste... |
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